An der 1. Münchener Kinderrechte-Wahl nahmen von September 2004 bis September 2005 rund 3000 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren teil.
Sie wählten aus den 10 Grundrechten der Vereinten Nationen (UN-Konvention über die Rechte des Kindes vom 20.11.1989, bisher von 192 Staaten weltweit ratifiziert ) drei aus, die ihnen persönlich am wichtigsten waren sowie drei, die sie sich für Kinder in anderen Ländern verbessert wünschten.
Im Unterricht einer Klinikklasse des Dr.v.Haunerschen Kinderspitals beteiligten sich 10 Mädchen im Alter von 8 – 15 Jahren an dieser Wahl. Der von der Stadt München (Kinderbeauftragte) bereit gestellte Materialienkoffer mit mobilem Wahllokal, altersgemäß ansprechender Information und altersdifferenzierten Aktionsvorschlägen) erwies sich als sehr gut geeignet, das abstrakte Thema „Kinderrechte“ unmittelbar und spielerisch erfahrbar zu machen. Die Schülerinnen der altersgemischten Gruppen beteiligten sich lebhaft und interessiert. Eine Jugendliche führte z.B. eine Internetrecherche zum Thema Kinderarbeit durch.
Mitte Dezember 2005 wurden nun die Ergebnisse der 1. Münchener Kinderrechte-Wahl bekannt gegeben. Sie zeigen, dass die beteiligten Kinder und Jugendlichen eine eigene Perspektive auf die für sie wichtigen Lebensinhalte haben. Besonders interessant erscheinen auch die unterschiedlichen Gewichtungen, die deutlich werden, wenn man die Entscheidungen unserer Schülerinnen mit den Gesamtergebnissen, die an Münchener Schulen insgesamt erzielt wurden, vergleicht:

Bei Stimmengleichheit wurden die Plätze 1 bis 4 von jeweils mehreren Rechten besetzt.

Wie geht es mit den Wahlergebnissen weiter? In München hat sich eine feste Arbeitsgruppe mit „Paten“ für Kinderrechte gebildet, die aus wichtigen Einrichtungen der Münchener Kinder- und Jugendarbeit sowie den lokalen Arbeitsgruppen von UNICEF und terre des hommes besteht. Sie wird daran arbeiten, wie sich die drei wichtigsten Münchener Rechte konkret für Kinder und mit ihnen verbessern lassen.
Der Kinderrechte-Wahl-Koffer kann weiterhin über das Büro der Kinderbeauftragten (Jana Fädrich) ausgeliehen werden, die Materialien sind nach wie vor kostenlos erhältlich.
e-mail: kinderbeauftragte.soz@muenchen.de
www.muenchen.de/kinderbeauftragte
T. 089/233-49555
Fax: 089/233-49541
Eva Winterer
9.1.2006
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